
Herzlich willkommen im „Museum im Frauental“
Dieses private, nicht öffentliche Museum in unserem historischen Haus in der Wilhelmstraße 6 – gelegen direkt unterhalb des Museum am Herrenberg und der Burg Bentheim – wird als engagiertes Familienprojekt und Gemeinschaftsinitiative geführt. Es ist ein Ort, an dem sich privat initiierter Denkmalschutz, Kunst und gesellschaftliche Haltung begegnen.
Rettung historischer Bausubstanz
Die Geschichte unseres Hauses reicht bis in das Ursprungsbaujahr 1556 zurück. Mit dem Erwerb des historischen Gebäudes im Jahr 2013 haben wir es vermutlich vor einem Abriss bewahrt.
Unser Ziel war und ist es, wertvolle und von der öffentlichen Hand nicht geschützte historische Bausubstanz für Bad Bentheim zu erhalten. Dabei verstehen wir uns als Bewahrer von Bewährtem – was das Moderne jedoch keineswegs ausschließt. Gleichzeitig wollten wir von Beginn an einen geschützten Raum für gesammelte Kunst und Geschichte schaffen.
Zwei Schwestern, ein Vermächtnis: Elisabeth & Victoria zu Bentheim und Steinfurt
Das Museum im Frauental ist untrennbar mit zwei faszinierenden weiblichen Persönlichkeiten der regionalen Geschichte verbunden: den fürstlichen Schwestern Prinzessin Elisabeth (* 1886, † 1959) und Prinzessin Victoria (* 1887, † 1961). In einer Epoche, die Frauen gesellschaftlich zumeist in die Passivität drängte, gingen beide einen radikal eigenständigen, intellektuellen Weg.
Prinzessin Elisabeth – Die Pionierin des Pinsels: Sie widmete ihr Leben der Kunst und der unbestechlichen Dokumentation unserer Heimat. Ihre kulturhistorisch bedeutende Gemäldesammlung bildet das Herzstück des heutigen Museums – von ausdrucksstarken Ölgemälden in Freilichtmalerei bis zu feinsinnigen Aquarellen und filigranen Radierungen.
Prinzessin Victoria – Die „Stille Heldin“: Als ausgebildete Architektin blickte sie mit humanistischem Geist hinter die Fassaden der Macht und rettete unter Einsatz ihres eigenen Lebens Mitbürger vor dem Holocaust.
Worte, die verpflichten
Ihr tiefes, nachfolgendes handschriftliches Bekenntnis aus dem Jahr 1948 bildet das geistige Fundament unseres gesamten Ensembles: „Weißt Du, das ist der größte Vorwurf, den ich unserem deutschen Volk mache: – nicht der Mangel an Einsicht, die kann man nicht immer verlangen, aber – der Mangel an Mut.“
Die Sammlung: Kunst, Herkunft und Haltung
Das Museum beherbergt eine sorgsam über Jahrzehnte zusammengetragene Sammlung, die regionale Historie mit universellen Werten verbindet:
Gemälde der Prinzessin Elisabeth zu Bentheim und Steinfurt (* 1886, † 1959): Wir bewahren eine Vielzahl von Werken dieser außergewöhnlichen Künstlerin und Pionierin. Ihre Lebensgeschichte ist eng mit der Familiengeschichte des Hauses Bentheim und ihrer Tante, der niederländischen Königin Emma, verknüpft.
Kunst mit Haltung: Exponate und zeitgenössische Kunst mit klarem Bezug zu unseren tragenden Themen Frauen, Frieden und Freiheit.
Heimat & Region: Kunst- und Kulturzeugnisse mit tiefem Bezug zur Grafschaft Bentheim.
Exklusive Einblicke: Besuchen Sie uns
Da es sich um ein privates, nicht öffentliches Museum handelt, sind die Räume im Alltag für den regulären Publikumsverkehr geschlossen. Wir öffnen diese geschichtsträchtigen Räume jedoch sehr gerne im Rahmen persönlicher Führungen für Sie:
Gruppengröße: Bis zu 10 Personen.
Anmeldung: Ausschließlich nach vorheriger Absprache und persönlicher Anmeldung direkt in der Galerie Mutterherz.
Kommen Sie einfach in die Galerie oder kontaktieren Sie uns vorab, um Ihren individuellen Termin zu vereinbaren. Wir freuen uns darauf, Sie durch die Räume zu führen und die Geschichten des Hauses mit Ihnen zu teilen!